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Bolligen Bern    (früher Bollingen)

Die Unterlagen habe ich von Frau Kielholz, Gossau, erhalten, ohne Angabe des Verfassers.

Die Herren von Bolligen.

"In der frühen bernischen Geschichte ist die Familie von Bollingen mehrfach bezeugt. Sie lässt sich schon bald nach der Stadtgründung in Bern nachweisen, und ist 1493 mit dem ledig gebliebenen Junker Jakob von Bollingen, Bürger zu Erlach und Herr zu Meikirch, erloschen. In den zweieinhalb Jahrhunderten waren die von Bollingen eine angesehene und wohlhabende Familie, aus der mehrere Ratsherren hervorgegangen sind.

So war Heinrich von Bollingen der 1, Vogt der 1324 erworbenen Herrschaft Laupen und somit der allererste bernische Landvogt. Mit Yvo dem Aelteren ( +1427) erreichte das Geschlecht sein höchstes Ansehen. In der Berner Chronik Justingers ist er genannt bei der Schilderung eines Zusammenstosses mit den Freiburgern in der Nähe Berns im Herbst 1386: "Es wart ouch ein burger von bern gefangen, ein frommer fürnehmer man, hies Yvo von Bollingen, der sich mit grossen eren den vigenden so nache fügte, daz er von inen gefangen wart".

Er blieb in Gefangenschaft, bis er im Jahre 1388 anlässlich der Belagerung von Büren gegen einen gefangenen Freiburger Edelmann ausgetascht werden konnte. Yvo von Bollingen gehörte zu den reichsten Bernern, war Herr zu Riedburg, Meikirch und Twann, wirkte als Venner zu Bern, amtete als Schultheiss zu Thun (1396 - 1400) und Vogt zu Nidaz (1415 - 1416).

Einen bedeutenden Angehörigen des Geschlechtes von Bollingen hat Hans Strahm namhaft gemacht. Er hat in weitreichender Forschung festgestellt, dass zahlreiche Urkunden aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts von einem "Ulricus de Bollingen" geschrieben sind und dass dieser als gelehrter Magister und Notar eine bevorzugte Stellung am Hofe König Friedrich II innehatte. Namentlich ist Hans Strahm zur Ueberzeugung gelangt, dass die berühmte Goldene Handfeste der Stadt Bern von Ulrich von Bollingen verfasst und geschrieben worden sei, und er zweifelt auch nicht, dass dieser ein Angehöriger unseres Bollinger Geschlechtes war".

Bern wurde 1219 von den Zähringern gegründet

Die Handfeste von 1218, das königliche Privileg Friedrich II., das die Freiheit,  Reichsunmittelbarkeit sowie die Gerichtsautonomie der Stadt Bern begründete.

 

Die östlich an das Stadtgebiet angrenzende Kirchgemeinde Bolligen gehörte bereits im 13. Jahrhundert zum unmittelbaren Herrschaftsgebiet der Stadt Bern.

Handfeste der Stadt Bern. Erteilt durch Friedrich II römischer König 1218 April 15.

Geschichte der Stadt Bern von Hans Strahm.

............Über das Gebiet von Bolligen setzte Berchtold V. das ritterliche Geschlecht der Statz aus Freiburg im Breisgau. Diese Statz nannten sich hernach von Bollingen oder auch de Lapide, das heisst vom Stein oder Gerenstein. Ein Sohn dieses ersten von Berchtold V. in Bolligen eigesetzten Statz aus Freiburg, der sich nunmehr Bollinger nannte, wurde Kleriker, Magister, Notar und Hofnotar am Hofe von König Friedrich II. und dessen Sohn Heinrichs (VII). Er der Breisgauer Berner sei der Verfasser der Berner Handfeste.

Als Herzog Berchtold V. von Zähringen im Jahr 1218 starb und mit ihm sein Geschlecht im Mannesstamm erlosch, kam die Stadt Bern, die auf Reichsgrund gebaut war, unmittelbar unter die Herrschaft des deutschen König Friedrich II.. Von ihm erhielt Bern ein Stadtrecht, das zu den fortschrittlichsten und freiesten aller Stadtrechte diesseits der Alpen gehört. Das Privileg, die sogenannte Handfeste des Jahres 1218, gab der Stadt Bern die Reichsunmittelbarkeit und das Recht, ihre Behörden vom Schultheissen bis zum Schulmeister, alle selbst zu wählen. Münz und Marktrecht........

 

Aus: „Die Berner Chronik von Justinger“. Frei übersetzt nach dem alten Berndeutsch.
Als Bern grösser wurde, gedachte der Herr wie er die Stadt mit notfesten Leuten besetzen sollte. Da brachte er 2 Geschlechter her, die Münzen von Zürich, die anderen von friburg im Breisgau, die hiessen die Statzen. „Kein Wort, dass die Statz den Namen und das Wappen der Bollinger angenommen haben sollen“.

„Die Handfeste von König Friedrich dem II gegeben zu Frankfurt 1218. Brief und insigel mit seiner kaiserlichen magestat guldinen anhangenden ingesigel versigelt.“

Hatte König Friedrich der II zwei Magistraten wie es üblich war? ( Ploetz Geschichtslexikon).
In den kaiserlichen Regesten ist allerdings kein Breisgauer aufgeführt, nur Ulrich von Bollingen Ulm.
In der Regesta imperli Ve Aa 203 ist er aufgeführt:
„Ulrich von Bollingen, vice protonotarius“.

BF. 5530. Walter 172: Geschrieben von magister Ulrich von Ulm-Bollingen (Philipus B). Zinsmaier, Urk. Phil 40:
Verfasst und geschriebenvon PhD. Or. (offener Brief) in Stuttgart, HstA., KL Adelberg 15. Regest: Müller Urkundenregestendes Prämonstratenserklosters Adelberg S. 3 Nr. 15.

In den „Jtalishe u. burgundische Reichssachen“ 1220-1221 und in der Regesta imperili (kaiserliche Regesten) V2 / Aa 203 Jahr 1221 ist er unter den Zeugen.


Z.: Conr. Propst v. Tanne, Ulr. v. Bollingen, unser cleriker und notar, u.a. Huill. 2, 105 ex or. - : Angeblich mit idus ian. Aber das or. in Siena (mit siegel s. Philippi Reichskanzlei 67 hat wirklich iiii id. Ian.:
                                                                                                                   *12661
„Allgemeine und deutsche Reichssachen 1221“
Regesta imperi V2 / Aa 203 Jahr 1221
Z.:R., propst v. Strassburg, C., propst v. Tanne u. s. w. ; Ul. De Boll(ingen), kais.hofnotar,

 

Neues Berner Taschenbuch auf das Jahr 1921 S. 128 b (Winterthur LZ 578)

Hans Morgenthaler brachte in seiner Geschichte der Familie von Bollingen eine Tafel mit sieben Siegelabbildungen. Wir geben hier sechs Siegel wieder, von K. L. Stettler 1828 in seinen handschriftlichen Genealogien (Burgerbibliothek Bern) „nach den Orginalien selbst gezeichnet“.


                                                        Siegel der Herren von Bollingen
                                                                           von Bern

Der Stammbaum der Familie von Bollingen bei Bern beginnt mit Peter und Rudolf 1251 + 1257. Im Zeerleder UB Bern 1, sind schon 1180 und 1227 je einen Henricus de Bollingen als Zeuge.  In den Regesta Jmperii ist     der bereits erwähnte Ulrich von Bollingen Ulm, der kaiserliche Hofnotar S. 14 .
 

Aus dem Zeerleder UB 1 Bern Nr. 1-505 und Nr. 506-955 sind folgende Berner Bollinger:

Nr.    Jahr
663 1180 scilicet Henricus de Bollingen                        Zeuge
153 1227 H.de Bollingen                                                      "
310 1251 Petrus de Bollingen                                              "
376 1257 R. de Bollingen des Rats                                     "
435 1257 inter ortos Jakobi de Bollingen                           "
661 1276 Rod..de Bollingen                                            Testes/ des Rats
687 1277 Thüring von Bollingen entsagt dem Wiederlosungsrecht auf eine von seiner

                  Grossmutter dem Hause Köniz verkaufte zu Bolligen gelegene Schuppose

                  im Jahr 1268
        1278 Hch plebanus de Bollingen
737 1281 Conrad von Bollingen                                        siegelt
770 1284 R. de Bollingen                                                   Testes / des Rates
840 1292 Rudolphus de Bollingen                                     "
878 1295 Conrad de Bollingen Geschlecht der Bernischen Landschaft
917 1299 Conradus de Bollingen Burger     "     "                   "
 

Regesten des Klosters Fraubrunnen :

111 1314 Heinricus et Jakobus fratres de Bollingen               Testes
299 1392 Yvo de Bollingen "
345 1407 Jfo de Bollingen der ältere                                        Gezügen
368 1417 Jakob de Bollingen edelknecht burger ze Bern      Testes
369 1417 Jakob de Bollingen richter ze Twann
370 1417 Jakob de Bollingen dieser ziten Richter ze Twann
371 1418 Yvo von Bollingen                                                      Gezügen
 

Jahreszeiten:

Jahe ?      Item Herr Niclaus von Bollingen ein Priester
                  Herr Peter von Bollingen barfuosser Orden
                  Anna von Bollingen. Tochter Peters sel. gen. von Bohlingen
                  Burgers von Bern und Schwester des Niclaus und Ulrich v. Boll.

1301         Mai 31. Auch Jahrzeitb. 4. Nov.
                  Margeretha von Bollingen. Verena von Bollingen ihre Mutter.
                  1495 Febr. 5. Jhr Jahrzeit den 8. Apr.

                   Necrologium I Aa120.1
                   8. VI id.
                                Matheus von Bollingen und junckher jacobus von Bollingen
                                sin. sun. Frau Margret von Bollingen, unser schwester.

Jahrzeiten und Necrologien sind Totenbücher, Verzeichnisse verstorbener Mitgl., Wohltäter und Verbündeter einer geistl. Gemeinschaft (Kloster, Kapitel, Pfarrei) zum jährlichen Gebetsgedenken an ihrem Todestag. (Ploetz Geschichtslexikon)

 

Auf S. 25 sind zwei Chorherren am Grossmünster in Zürich aufgeführt. 1319 Rudolf und 1342 Heinrich von Bollingen. Rudolf von Bollingen stammt angeblich aus der stadtbernischen Familie Bollinger

Lt. den Statutenbüchern der Propstei Zürich Dc Zü 660 d S. 75



Das Wappen der jetzigen Stadtzürcher Bollinger stammt von diesem Chorherr Rudolf von Bollingen. Es ist dasselbe Wappen das die Bollinger von Bollingen Jona führten: 2 goldene Andreaskreuze auf blauem Grund. Im Berner Bollinger Wappen sind 2 silberne Andreaskreuze auf rotem Grund. (siehe bei den Wappen). Dazu passt dieser Rudolf nicht in die Stammlinie der
Berner.
 

Von Heinrich von Bollingen ist keine Spur vorhanden weder im Grossmünster noch im Fraumünster Zürich. Zur gleichen Zeit gab es einen Priester gleichen Namens in Zurzach.



Anfangs 1400 waren noch 2 Bollinger in Zürich urkundlich erfasst.: Grundbesitzer in Albisrieden Chunrad Bollinger. Jm Urbar des Kelleramtes der Propstei Grossmünster in Zürich1333 - 34 mit Nachträgen – 1408
lt. Register


Und 1420 – 35 Heinrich Bollinger von Schmerikon, Bürger in Zürich. Von ihm hören wir im Kap. Steinbrüche S. 41.
 


Hilfe bei weiterer Forschung ist sehr willkommen. Bitte schreiben Sie an Klaus Doose kdoose@aol.com

Help with further research is very much appreciated. Please contact Klaus Doose at    kdoose@aol.com


Homepage last updated on May 17, 2008

Notice: Data for living persons contains names only. The data is mostly from secondary sources and other ancestry researchers. Review and verify before any use!

Hinweis: Daten für Lebende enthalten nur den Namen. Daten sind zum großen Teil aus Sekundärquellen bzw. von Mitforschern, vor Weiterverwendung überprüfen!

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