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Bollingen im Hegau 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bohlingen, früher Bollingen, im Hegau Landkreis Konstanz:

Amtliche Kreisbeschreibung Ack 135.1 Bohlingen.
Bohlingen: (W)obolginga, Polling.

Im ältesten Urbar des Bistums Konstanz Bb 117 ist ca. 877 ein bischöflicher Hof in Bohlingen aufgeführt. 1221 werden bischöfliche Einkünfte in Bohlingen dem Kapitel Konstanz zugewiesen . Dieser Hof wird im Jahr 1302 mit 3 1/2 Hufen, Vogtei und Zubehör um 162 Mk. S an den Domherrn Konrad Pfefferhart verkauft. ( TUB IV 67)

Der „Zimmerschen Chronik von Barak“ Aa 560.3 entnehme ich folgendes:
„......der bischof dörft sich mit der herrschaft Bollingen nit so mausig machen, seitmals die von alter here dem stift Constanz nit gehört, sondern durch praktiken were bekommen worden; dann solch dorf Bollingen und das ampt hat vor vil jaren dem gotzhaus Salmansweil zugehört.“

„Bohlingen, das im Hegau seit alters „Bollingen“ gesprochen wird u. früher auch so geschrieben wurde. Zu diesem gehört 1332 Hainr dictus de Bollingen, Präbendar zu Konstanz: KTW. I 240.“
(Etymologisches Wörterbuch der deutschen Familiennamen v. Prof. J. K. Buchenmacher).

Von den Jahren ca. 900 bis zum 14. Jahrhundert sind die urkundlichen Aufzeichnungen hier im Hegau spärlich. Wahrscheinlich sind diese Urkunden in Stuttgart oder im Generallandesarchiv in Karlsruhe. Auch die Lehensbücher von Abt Eberhard von Reichenau aus dem 14. Jahrhundert, in denen viele Hinweise der Bollinger sind, befinden sich in Karlsruhe.
Amtliche Kreisbeschreibung Ack 135.1 Bohlingen

Die Bevölkerung:
Im ausgehenden 11. Jahrhundert war eine andere art von Adel emporgekommen. Die Ministerialen oder Kriegsmannen. Massenhaft haben die Alemannen ihre freien Güter den Kirchen und weltlichen Grossen, dem Adel, aufgetragen um sich gegen die immer steigenden Forderungen staatlicher Art zu schützen. Sie haben dieselben Güter von den neuen Eigentümern gegen vereinbarte Abgaben, die aus persönlichen Dienstleistungen bestanden, zurück erhalten. Diese Dienstleistungen waren: Verwaltungstätigkeit, Mitwirkung als Zeuge bei Rechtsgeschäften, als Zeuge „siglen“; und vor allem im Kriegsdienst mit Pferd. Sie durften sich „von“ nennen.

Im 14. Jahrhundert gab es 4 Heinrich Frank von Bollingen. Bohlingen und Bollingen wurde durcheinander geschrieben, darum ist es schwer diese 4 einzuordnen:

Der 1. Heinrich Frank von Bohlingen hatte seine Güter im Hegau, jenseits des Rheins. Er war verheiratet mit Elsbeth Studengast. Auch war er Bürger von Ueberlingen. Sein Wappen war in Gold, ein Hirschgeweih mit der Überschrift „Franken von Frankenstein ob Bollingen“.

 

Der 2. Heinrich Frank von Bohlingen (Bollingen), so geschrieben, war Abt Friedrich II von Bollingen 1344 -1380 im Kloster St. Georgen in Stein. Sein Wappen ist ein Hirschgeweih.

Der 3. war Heinrich Frank von Bollingen in Steckborn. Er hatte Güter in Bornhausen und Steckborn. 1378 war er Bürger von Steckborn. Sein Wappen ist das Andraskreuz. S. 27

Der 4. Heinrich Frank von Bollingen war Ritter auf Tannegg (bei Fischingen). Er kam um im Kampf in „Churwalden“. Sein Wappen ist nicht bekannt.

 

Die Konstanzer Bollinger

 

Aus: Die Bischöfe von Konstanz

In den Jahren 980-995 übergab der Bischof Gebhart von Konstanz die Bohlingen Bollinger dem Domstift. Folgende Bollinger habe ich in den Urkunden beim „siglen“ gefunden: 

1035       Berthold min.

1038       Chour. min.

1051       Henr. sacerdos (Priester)

1054       Hugo archipresb. (Weihbischof)

1175       Chonr. u. Bert de Bollingen

1180       sacerdotes Henric de Bollingin

1181       Hugoni de Bollingin

 

Ebenso hat Bischof Gebhart die Vorfahren des Hacho von Bohlingen u. seiner Sippe mit allem was sie besassen der Kirche von Konstanz übergeben.

Seit dem Wiener Konkordat von 1448 22 lag die Besetzung eines Kanonikats (Chorherrenstelle) und einer Präbende (Kaplanei) in den geraden Monatem beim Stiftskapitel, in den ungeraden beim papst oder Bischof. Bedingungen zum Antritt einer Pfründe war seit dem 13. Jahrhundert adelige Herkunft oder der Nachweis des theologischen und juristischen Doktorats oder Lizentiats. Jedenfalls mußten die Bewerber eheliche Söhne ehrbarer Eltern sein. Auf keinen Fall wurden handwerker (mechanici) oder Künstler (artifives) zugelassen, auch keine Fremden. Nur Stammesangehörige (provinciales) oder aus dem Mainzer Sprengel Stammende hatten Aussische auf Berücksichtigung 23 . Ausgeschlossen waren hinreichend verdächtige Buhlen (concubinarii), Mondsüchtige (lunatici), Körperbehinderte (corpore defectuosi).

Humpert:  Chorherrenstift, Pfarrei u. Kirche St. Stephan in Konstanz

Heinrich, genannt Pleban (Leutpriester von Bohlingen)

H. Pleban von Bohlingen / Bollingen (plebanus de Bollingen), 1239 - 1241 Kanoniker. Er wir erstmals zum 23. Juni 1239 (Beyerle, GU Nr. 15 S.22) und letzmals zum 2. Februar 1269 (REC 1 S.251 Nr. 2205), hier freilich ohne den Titel eines Kanonikers, erwähnt. Seine letzte ausdrückliche Nennung als Kanoniker von St. Stephan stammt vom 8. Januar 1241 (Beyerle, GU Nr. 17 S.24). - Humpert S.225.

In Humpert S. 225 steht folgendes:

H(einrich), genannt Pleban von Bohlingen (1239, 1241) Canonicus et cellerarius cinsdem exelsie 1264 ebd. Nr. 15 u. 17 Leutpriester, canonicus = weltlich lebender Domherr und Kellner oder Kellerverwalter in „derselben Kirche“.

Als in der Mitte des 13. Jahrhunderts der bürgerliche Mauergürtel nach Westen und Osten, vor allem aber nach Süden hinausgeschoben und damit Platz genug für Neusiedler geschaffen worden war, traten anstelle der engbrüstigen Baulichkeiten der Frühzeit geräumigere Kanonikatshöfe (Kurien). Das enge Gewirr der Siedlung lockerte sich. Die Südfront der heutigen Torgasse und das Areal im Nordosten und Südosten der Stephanskirche neben dem Friedhof wurde überberbaut. Es entstanden neue Kanonikatshäzser anstelle der alten, von Chorherren selbst erbaut und bewohnt. Ein solcher Alleineigentümer, der Subdiakon Burkard Vogelsang, überließ es am Ende seines Lebens dem Chorstift. In seinem Testament vom Jahr 1241 verfügte er, die zu seinen Treuhänden Bestellten, darunter der Cellerarius, Chorherr Heinrich, genannt Pleban (Leutpriester) von Bohlingen, sollten sein Haus aufnehmen und dem Stift und dem besagten Chroherrn Heinrich, belastet mit einem jährlichen Wachszings, zurückverleihen (Beyerle, Salmannenrecht I.S.37). Eines Konstanzere Bürgers als Vermittler (Salmann) bedurfte es bei dieser Transaktion nicht.

Schon wieder ein Heinrich von Bohlingen, er ist Kaplan im Münster zu Konstanz

Nr. 173. *

Vor dem Offizial schenkt der Priester Heinrich von Bohlingen, Kaplan des Allerheiligenaltars im Münster, die ihm gehörige Hälfte seines Hauses in der Predigergasse, vor welcher bisher schon das Kloster Salem einen jährlichen Zinst von ½ Viertel Wachs bezog, diesem Kloster und behält sich an der geschenkten Haushälfte das Leibgedingrecht vor.

Konstanz, 1322, September 27.

 

Konstanzer Häuserbuch Ack 125.2 Jahr 1322 S. 259
Predigergasse Nr. 878

 

Nr. 8

Grundstück von 46 m2 mit vierstückigem Wohnhaus. Front 45 m, Tiefe 11 m.

Alte Nr. 878, Lgb. Nr. 177

 

Das Hause gehörte im Jahre 1322 zur Hälfte dem Priester Heinrich von Bohlingen, Kaplan des Allerheiligen-Altars im Münster, zur Hälfte dem Weber Heinrich Sygoltzhuser. Die vom Domherrn und Probst von St. Stephan Ruprecht von Tannenfels (1252 - 1285) gestiftete Allerheiligenpfründe scheint demnach damals kein eigenes Pfründhaus besessen zu haben. Das ihr von dem Stifer ursprünglich gewidmete Haus war 1302 zum Klaustralhof des Domherrn Albrecht von Kastel geschlagen worden. Kaplan Heinrich schenkte seinen Teil, von welchem das Kloster Salem bisher einen jährlichen Zings von ½ Viertel Wachs bezog, diesem Kloster unter Leibzuchtvorbehalt. Als Anstößer des Hauses werden genannt das Haus des Priesters Heinrich, genannt Geltkäse, und das Haus der Guta von Biberach. Die Klara Sygoltzhuserin, welche zusammen mit ihrer Schwester Margarethe im Jahre 1362 Eigemtümerin des Hauses war, bestellte ihrem Neffen, dem Predigermönch Konrad Sigertzhuser bezw. nach dessen Tode dem Predigerkloster eine Ewigrente von 1 lb.    jährlich auf Martini von ihrer Hälfte des Hauses. 1


Hilfe bei weiterer Forschung ist sehr willkommen. Bitte schreiben Sie an Klaus Doose kdoose@aol.com

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Homepage last updated on May 15, 2008

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