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Bollingen Jona, Seebezirk  Kt. St. Gallen

                                                        Die Ortsnamen unserer Heimat.
                                                                 G e m e i n d e  J o n a

                                         B o l l i n g e n, B o l g e n.  Bei den Söhnen oder

                                                                             Nachkommen des
                                                                                 B o l l,  P o l l o.

                                                        Linthblätter Beilage zu St.Galler Volksblatt Uznach St. Gallen 208, 1929

Politisch gehörte das Land am Bodensee südlich des Rheins zur römischen Provinz „Raetia prima“, der Hauptort war Chur.
(Humbert FN 3182 ZBZ). Somit gehörte Bollingen zu Churrätien.

Schon im 9. Jahrhundert war Pauliniago (Bollingen) besiedelt. Im Urbar des Reichsgutes Churrätien ist der Ort aufgeführt.

Aus dem Bündner BUB, Jahr 390 – 1199 17.1 entnehme ich folgendes:
 

In Pauliniago de pratis carratas XXX
       pratis = Wiesen, bestimmte Grundstücke
       carratas = Fuhren
       XXX = 30

Ebenfalls im Einkünfte Rodel des Bistums Chur ;
Ba 59.4 Schweizer Geschichtsforscher:
Das 831 erwähnte Pauliniagum = Bollingen dürfte sich seit jeher mit der Ausbeutung seiner geschätzten Steinbrüche abgegeben haben.
 

Stefan Sonderegger AF 3869 Winterthur S. 251. Die Siedlungsverhältnisse Churrätiens

Dem h. Nicolaus war das Benedictinerkloster geweiht, welches im 8. Jahrhundert zu Bollingen gestiftet, später zerfiel und an dieser Stelle das Prämonstrateserinnenkloster ca. 1251 gestiftet wurde.

Im Jahre 1038 ist Benno von Bollingen der erste erfasste Bollinger in Bollingen.

„Benno de Bollingen dedit huobam in Grüningen“.
Strickler: Geschichte der Herrschaft Grüningen XVII 1566 Winterthur.

Aus dem Totenbuch des Klosters Mainradzell Einsiedeln FB 1010 ZBZ Winterthur:

„ 11. April 1038 Benno von Bollingen. Er schenkte unserm Kloster eine Hufe in Grüningen ZH.
Schudi Liber Heremi

Ca. 100 Jahre später 1127 findet man Walther und Ulrich von Bollingen. „Äbtissin Jtha von Schänis verleiht einen Wald zu Nuolen mit Zustimmung des Vogtes Humbert von Lenzburg an Walther und Ulrich von Bollingen und Walther von Richterswil.
Tschudi nennt 1127 weil in diesem Jahr Jtha von Schänis vorkommt.

Die beiden Walther und Ulrich von Bollingen sind ebenfalls erwähnt, sogar der jährliche Zins dieses Waldes ist angegeben.
„Wirklich erscheint unter der nämlichen Aebtissin Jta ein Kastvogt Humbert, mit dessen Zustimmung dieselbe den Wald zu Nuolen um 2 Mütt Weizen jährlichen Zinses an Walther und Ulrich von Bollingen und Walther von Richterswil verlieh.“
Fräfel: Kreuz und Löwe S. 42

Und wieder 100 Jahre später 1233 siegelt als Zeuge Konrad de Bollingen in einer Urkunde bei einer Ernennung der Schenkung einer Hofstatt an das Kloster Rüti durch den Grafen von Rapperswil.
Konrad von Bollingen war Bürger von Rapperswil und sehr wahrscheinlich war er auf der Burg.

„Bollingen (Pauliniagum XI) Bollingen 1125. (Die Kirche) St. Pankratius 1515. Der Hof wird mit der Kirche zu Bollingen in einer vom 27. Nov. 1155 datierten Urkunde des Kaisers Friedrich I. unter den Besitzungen des Bisthums Konstanz aufgezählt.“
                                                     „curtis in Bollinga cum ecclesia.“

Zu Oberbollingen am See stiftete oder erweiterte (1250 oder 1251) Graf Rudolf von Rapperswil ein Zisterzienserinnenkloster (nachträglich vorübergehend dem Prämonstratenserorden angehörig), das jedoch 1267 durch Rudolf von Habsburg und Walther von Vaz mit Kloster von Wurmsbach verschmolzen wurde, indem die Priorin Adelheid mit neun Schwestern nach Wurmsbach übersiedelte. Adelheid von Wesperspühl und die Schwestern sind aufgezeichnet im Buch „Kloster Mariazell Wurmsbach“.
1267 am 8.Mai, als die Frauenklöster Oberbollingen und Wurmsbach vereinigt wurden, trat als Zeuge auf plebam heinrich von Bollingen, Leutpriester in der Kirche in Unter – Bollingen.

Um diese Zeit 1251 hört man zum 1. mal von einem Weiher bei der Burg.

So kann man annehmen, dass 1251 die Burg noch stand, denn 8 Jahre später war sie nicht mehr.

Die Herren von „Raprechswile“ hatten grosse Macht, weil sie einen sehr grossen Besitz an Land und Leuten hatten. Ihnen gehörte die ganze March, das Wäggital, die Herrschaften Uster, Greifensee, Uznach, Grüningen, Rüti, Oberdürnten und vieles im Aargau und Thurgau. Ihr Land zog sich bis Uri, Erstfelden, Sisikon, Silenen und Göschenen. So unter anderem hatten sie Güter zu Kempraten, Jonen, Wagen und Bollingen. Und Elsener schreibt: „So besassen die Edlen von Rapperswil in alter Zeit Burgen in Wagen und Bollingen, deren Insassen zweifellos die in späteren Urkunden erwähnten „von Wagen“ und „von Bollingen“ waren. So waren die Bollinger Dienstleute, Ministerialen der Grafen von Neu-Rapperswil“. Sie sassen in deren Burg. Aus: Geographisch, Historisches Lexikon der Schweiz En 20.6.
Leider konnte ich diese Urkunden, die in Rapperswil sein müssen, nicht einsehen.

Ferdinand Elsener Schreibt: „Auffälligerweise vergabte Graf Rudolf II. von Rapperswil am 9. Dez. 1259 wenige Wochen nach der Gründung vom Kloster Wurmsbach dem Prämonstrateserinnenkloster in Oberbollingen alle seine Güter und Gebäude in Oberbollingen insbesondere eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle, ein von einer Mauer umgebenes Landstückº dem heutigen „Hof“ zu Oberbollingen, ferner das Gebiet vom „Seewinkel“ (= Bucht) bis zum „Sumpf“ (vermutlich das heutige“Moos“) dazu einen Wald, Widirgebirge genannt, sodann einen Fischweiher¹, einen Weinberg² und den ganzen Hügel, wo die Burg stand Nr. 22, alle Steinbrüche sowie die Mühle³.“
Nach Eugen Halter umfasst die Schenkung ganz Oberbollingen, von der Gemeindegrenze von Schmerikon bis zum Moos. Nach ihm ist (überzeugend) Nr. 22 der Punkt 465.4 der neuen Landeskarte, Blatt „Ricken“ südlich vom Moos, der Ort, wo die Burg stand.

Anmerkungen:
º nach UBZ 190.3 war Oberbollingen ein befestigter Punkt des Grafen von Rapperswil. Das war wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Burg, damit die
  Umgebung vom See her geschützt war. Der See war die Wasserstrasse von Chur bis Basel.
¹ Fischweiher, Kapitel Steinbrüche.
² Weinberg: Der Hang bei dem Hügel unterhalb „wo die Burg stand“ auf dem Bild sieht man noch ein Rebhäuschen aus jüngerer Zeit.
³ UBZ Seite 62 „Eine Mühle ist nicht mehr dort, wohl aber ein Weinberg unterhalb Ober-Bollingen.“
 

         

Der Hügel auf dem die Burg stand                                                                          Oben auf dem „Hügel“ in Oberbollingen
                                                                                                                                 überwachsene Steine, Punkt 465.4      

Bei der Nutzung der alten Brüche fanden die Besitzer einen Bruch der mit Wasser aufgefüllt war. Beim Bewilligungsverfahren für den neuerlichen Abbau, stellte sich heraus, dass der Kanton St. Gallen und die Genossengemeinde Schmerikon den Weiher unabhängig voneinander verpachtet hatten; der Kanton an einen Fischfutterhersteller, der dort mit Kräften den Planktonwuchs förderte, die Gemeinde an einen Fischer, der sich vermutlich nicht über zu geringes Wachstum der in den Weiher eingesetzten Flossentiere zu beklagen hatte...

 

 

Was ist geschehen in Oberbollingen? Wo sind die Nachkommen der Bollinger von der Burg? Nur gut 40 Jahre später 1308 gibt es Urkunden dass 3 Bollinger, Gebrüder, in Kaltbrunn sind.

 

Das Prämonstrantenkloster Rüti (Kt. Zürich) kaufte von Heinrich, genannt Bollinger, und seinen Brüdern, dem Meier Konrad und Jalob von Kaltbrunnen, von Konrad Magoldsberg und dessen Brüdern die Besitzungen "ze Matte" (Breitenmatt bei Rüti) um 37 Pfund Pfennig. Abt Johannes bestätigte diesen Vekauf zu Pfäffikon,  22 August 1308 3)

 

In der Urkunde vom 22. Aug. 1308 steht bei Heinrich dictus Bollinger eine ¹.
¹ Von Bollingen am oberen Zürichsee, St. Gallen.

 

 

Konrad war Meier (Verwalter) und Jakob nennt sich Kaltbrunner. Sie nennen sich nicht mehr von Bollingen auch nicht Bollinger. Bei Heinrich heisst es genannt Bollinger. Auffallend ist, dass die beiden Namen Heinrich und Konrad immer wieder vorkommen. Konrad war Ratsherr von Rapperswil, ebenso östreichischer Vogt der Herrschaft Rapperswil.

Ebenso ist im Quellenwerk AN 83.2 Urkunden1292 – 1332 in der Urkunde 454 bei Heinrich Bollinger eine ³.
³ Von Bollingen, Gde. Jona, Seebezirk


Geschichtsbuch St. Gallen: Ministerialgeschlechter von Uznach Graf Diethelm I. vom Linthgebiet, erbaute Uznach und als Bewohner siedelte der Stadtherr einige Ministerialgeschlechter an z.B. die Löbeler, Schubinger und Bollinger. Auch die Kaltbrunner Bollinger Brüder waren in Uznach eingebürgert.

Zu den genannten Lehenleuten der Grafen von Toggenburg müssen wohl auch jene vornehmen Familien gezählt werden, welche um 1200 in die neu gegründeten Städte der Umgebung zogen bis um 1400 noch einige Besitzungen und toggenburgische Lehen auf dem lande in ihrer Hand behielten. Zu ihnen gehören besonders die Bollinger und Schubiger (auch Wetzel genannt), welche im 14. Jahrhundert das Schultheißenamt in Uznach innehatten und ihre Besitzungen und Zenhntenrechte in der Pfarrei Eschenbach nach und nach dem Kloster Rüti abtraten (1324, 1328, 1331, 1399, 1401, 1411). Ähnliche Beziehungen lassen sich auch zu den Städten Rapperswil, Grüningen und Zürich nachweisen.

 

1399 Juni 23

Frau Elsbeth, des Heinrich Bollinger von Uznach Witwe und ihr Sohn Johans schenken der Custorei des Klosters Rüti einen Wiesberg zu Eschenbach mit Bewilligung des Grafen von Toggenburg, von dem sie ihn zu Lehen gehabt haben  der Graf verzichtet zugleich auf alle Rechte an diesem Grundtück.

der Graf siegelt.

Copie: Diplomaten v. Rüti  p. 122 Nr.247

Für mehr über Uznach, Eschenbach, Zürich etc. klicken Sie hier:  Jona folgend


Hilfe bei weiterer Forschung ist sehr willkommen. Bitte schreiben Sie an Klaus Doose kdoose@aol.com

Help with further research is very much appreciated. Please contact Klaus Doose at    kdoose@aol.com


Homepage last updated on May 18, 2008

Notice: Data for living persons contains names only. The data is mostly from secondary sources and other ancestry researchers. Review and verify before any use!

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