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Nachwort

Zum Schluss der Bollinger von Bollingen am Obersee möchte ich noch einmal Herr Dr. Jaeckle zitieren. Er schreibt in seinem Buch „Die Lebenslinie“ folgendes:

Der Urgrossvater von Hans Bollinger dem 1458 der Abt von St.Gallen die Vogtei verliehen hat, war bestimmt jener Bollinger, der als der Bollinger 1362 das «gut gelegen ze Nünbrunnen bebaute». In seinem Umkreis erscheint gleichzeitig ein Heinrich Frank von Bollingen, der, als Edelknecht bezeichnet, auf einen Frank von Bollingen zurück geht, der von Ritter Heinrich von Klingenberg als «min diener» angeführt wird und «ze Tannegge», also auf Schloss und Städtchen, sass und der 1352 bei «Curwahlen» fiel und sein Ross verlor. Tannegg liegt Neubrunn sehr nahe.

Ferner hatte Heinrich Frank von Bollingen einen Sohn Hennyn von Bollinger, der 1398 in Steckborn Reben besitzt und den man dort «nempt» <Turbental>   .   Demnach ist denn gesichert, dass die Herren von Bollingen, deren Burg am Obersee schon um 1259 abgegangen war, zu dieser Zeit in und um Turbenthal gehorstet haben müssen.

 


 

Als Anhang hier nun -

Verkauf des Gutes gelegen zu Neubrunn, "das der Bollinger Buwet"

Erst die eigentliche Urkunde von 1362 und dann die Erklärung aus der Chronik der Bollinger von Neubrunn.

Aus dem Stadtarchiv Wil/St. Gallen    Vrk. Nr. 684 - dem Dokument folgt die leserliche Abschrift:

 

5. Januar 1362

"Allen die disen brief sehent oder hörent lesen/ Künde ich Curat der saler burger ze Winterthur daz ich ze Winterthur offentlich zegerichte sass/ an Heinrich Gevetterlis statt Schultheiss ze Winterthur und kamen da fürgerichte die erberin lüte Elsbethe die balsterin mit ihr erkorenen vogte Heinrich des löninger burger ze Winterthur und Elsbethe die orringin mit ir rechten erkorenen vogte Johan dem orringer burger ze Winterthur ihr bruders zu einem teil. und der Erwirdig geistliche Herre Abt Heinrich des Gothus ze rüte an siner und sine Conuentes und siner Klosterherren statt gemeinlich des ordens von premonstrey (*) gelegen im Constanzer Bistum ze dem anderen teil und offenten da mit fürsprechen die vorgerichten Elsbethe die balstrin und Elsbethe orringernyund versahen mit ir vogten als recht ist dass sie mit einander gemein hatten ein ledig eigen gut gelegen ze Nünbrunnen daz der Bollinger buwet Dazselbe gut wolten si mit aller sinder rechtungen und zubehörde ledlichgeben dem Abte und den Klosterherren des vorgenanten Gothus won och der Abt und die Klosterljken der vorgenannten Elsbethen der balsterien umb ir teil des selben gutes geben und gewert hant zwei und dreissig pfunt zürcher phenning. Und aler der egenemten Elsbethen der orringern für ir teil und rechtunge so sie an dem selben gut hatte besorgthant erlich ze gebenen und ze lassenen ein lipding als ir brief wisset der der über geben ist. und haten inen Die vorgenanten Elsbethe die balstrny und Elsbether die orringernj ze erfarne an emer urteil wie sie dem Abte und den Klosterherren des vorgeschribenen Gotshus daz vorgenante gut vertigen und ufgeben söllen / daz es nu und hernach kraft hette. Da fragte ich urteil umb da wart erteillet mit gesammet urteil / daz sie dem vorgenemten abte mit ihr vogten da vor dem Gerichte an sind hand zu sinen und siner klosterherren und simb Gotzhus und ihr nachkommen wegen, daz vorgenannte gut mit gelerten worten ofgeben sötin und daz es denne billich nu und hernach Kraft hetti. Und also gaben die vorgenannten Elsebethe die balstinj mit ihr vogte und Elsbether orringernj och mit ir vogte, dem vorgenannten Abt Heinrich zu sinen und siner Klosterherren und ir nachkommen wegen gemeinlich des vorgenannten Gotzhus ze Rüti daz vorgenante gut mir aller siner rechtungen und zugehörde ledklich uf an sin handund verzigen sich alles ir rechten so si darzu hattn mit gelerten worten als gerichte und urteil gab. und kopten och für ich und ir erben des selben gutes werze sinne für ledig eigen nachte rechte wo des der abt und die Klosterherren des vorgenannten Gotsshuses als ir nachkommen notdürftig sint off geistlichen und weltlichen gerichten ane generde und des ze urkunde gan ich als urteil gab des egenaanten Schultheizzen insigel gehenkt an disen brief, Darzu sie och ze meren sichkeit gebätten hant den abt ze winterthur ir insigel henkten an diesen brief und  .....  och wir Rudolf des Schulthers und dem schopfe, egbrecht  nägelli,  Cunrat saler Heinrich  .....    Heinirich balber, Rudolf lochli und Rundolf Hünikon des Rat ze winterthur wom wir wol wizzent dazu alhi  Die vorgeschribenen Ding so recht und so redlich beschehen sint daz wir dar umb beid teil hätte willen uüsers abtes insigel ze winterthur gehenkt haben an disen brief / der obgenannte Heinrich löninger zeige och an disem brief daz die vorgenannte Elsbethe Die balstrin alhi die vorgeschribenen Ding mit miner gunst und gutem willen getan hat und das zue verkünden han ich in vogtes wise ein insigel gehenkt an Disen brief/ Ich der egenante Johans orringers zeige och an disem brief daz die vorgen Elsbethen Die orringry min swester alhi die vorgeschribenen ding mit miner gunst und gutem willen recht und redlich frilich und unbewungenlich getan hat  und won ich eigens insigel nit han so binde ich mich in vogtes wise und des Schulltheizzen und des abtes insigeln ze Winterthur  Der Brief wart geben an den nechsten mitwochen vor dem zwelften tag ze Wienacht, Da man zahlte von goross geburte Dreizehnhundert und sechzig iar, darnach in dem andern iar.   -  1362 Januar 5"

 

(*) zu Über-Bollingen am Obersee stiftete oder erweiterte 1250 oder 1251 Graf Rudolf von Rapperswil ein Zisterzienserinnenkloster (nachträglich vorübergehend dem Prämonstratenserorden angehörig).

 

Erläuterung:

Cunrat der Saler, Bürger zu Winterthur, der öffentlich zu Gericht sass an Heinrich Gevetterlis statt, Schultheiss zu Winterthur urkundet:

Elsbethe die Balstrin mit ihrem Vogt Heinrich dem Löninger, Bürger von Winterthur

Elsbethe die Orringerin mit ihrem Vogt Johans dem Orringer, Bürger von Winterthur

haben ihr ledig eigen Gut, gelegen zu Neubrunn, "daz der Bollinger buwet" dem Abt Heinrich und dem Konvent Rüti verkauft für 32 Pfund.

Es "sigelt" der Rat und Löninger (Löninger hatte kein Siegel).

1229 - 1515 gehörte die Kirche Bollingen samt vielen Zubehörden de Kloster Rüti.

   


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